Vergrößerte Poren gehören weltweit zu den häufigsten Hautproblemen. Viele Menschen probieren Peelings, Masken, Gesichtswasser und sogar invasive Behandlungen – oft mit uneinheitlichem Erfolg. In letzter Zeit hat die Rotlichttherapie als nicht-invasive Lösung zur Verbesserung des Hautbildes an Bedeutung gewonnen.
Aber kann Rotlichttherapie tatsächlich die Porengröße verringern?
Schauen wir uns an, was die aktuelle wissenschaftliche Forschung zeigt – und welche Ergebnisse Sie realistischerweise erwarten können.
Bevor wir über Behandlungsmöglichkeiten sprechen, ist es wichtig zu verstehen, warum Poren groß erscheinen.
Die Sichtbarkeit der Poren wird beeinflusst durch:
Übermäßige Ölproduktion (Talg)
Verlust der Hautelastizität
Reduzierte Kollagenunterstützung
Sonnenschäden
Chronische Entzündung
Altern
Die Poren selbst besitzen keine Muskeln – sie „öffnen“ oder „schließen“ sich nicht. Stattdessen werden sie deutlicher sichtbar, wenn die umgebende Haut an Festigkeit verliert oder wenn Ablagerungen die Porenwand dehnen.
Hier kommt die Rotlichttherapie ins Spiel.
Die Rotlichttherapie (typischerweise Wellenlängen zwischen 630 und 660 nm, manchmal kombiniert mit Nahinfrarotlicht 810 bis 850 nm) funktioniert über einen Prozess, der als Photobiomodulation bezeichnet wird.
Einfach ausgedrückt:
Lichtenergie dringt in die Haut ein
Es stimuliert die Mitochondrien (die Energiezentren der Zelle).
Die ATP-Produktion steigt
Zellreparatur und -regeneration verbessern
Mehrere von Fachleuten begutachtete Studien zeigen, dass rotes Licht Folgendes bewirken kann:
Kollagenproduktion anregen
Verbesserung der Hautelastizität
Entzündungen reduzieren
Unterstützung der Wundheilung
Verbessert das gesamte Hautbild.
Diese biologischen Effekte sind der Schlüssel zum Verständnis, wie Poren im Laufe der Zeit kleiner erscheinen können.
Wissenschaftlich betrachtet verkleinert die Rotlichttherapie die Porenstrukturen nicht auf physikalischer Ebene.
Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass es das Hautmilieu in mehrfacher Hinsicht sinnvoll verbessern kann:
Kollagen bietet den Poren strukturelle Unterstützung. Da der Kollagengehalt mit zunehmendem Alter abnimmt, können die Poren erweitert erscheinen.
Klinische Studien haben gezeigt, dass Rotlichttherapie die Fibroblastenaktivität und die Kollagensynthese steigert. Wenn die Haut straffer und elastischer wird, wirken die Poren oft weniger gedehnt und weniger sichtbar.
Entzündungen durch Akne oder Reizungen können die Porenöffnungen vorübergehend erweitern. Rotes Licht hat nachweislich entzündungshemmende Eigenschaften und kann daher Rötungen und Schwellungen lindern, die das Erscheinungsbild der Poren verstärken.
Unebene Hautstruktur lässt Poren deutlicher hervortreten. Durch die Unterstützung der Zellerneuerung und -reparatur kann Rotlichttherapie mit der Zeit zu einer glatteren Haut und damit zu einem verfeinerten Hautbild führen.
Die wichtigste Erkenntnis:
Die Rotlichttherapie verbessert die Hautqualität , was indirekt auch das Erscheinungsbild der Poren verbessert.
Realistische Erwartungen sind unerlässlich.
Basierend auf aktuellen klinischen Daten und Verbraucherstudien:
Erste Verbesserungen der Textur: 3–4 Wochen
Sichtbare Verbesserung der Festigkeit: 8–12 Wochen
Optimale Ergebnisse: Regelmäßige Anwendung 3–5 Mal pro Woche
Die Rotlichttherapie wirkt kumulativ. Sie wirkt allmählich, indem sie natürliche biologische Prozesse unterstützt, anstatt schnelle strukturelle Veränderungen zu erzwingen.
Für bessere Ergebnisse kann die Rotlichttherapie mit folgenden Maßnahmen kombiniert werden:
Sanftes Peeling (um verstopfte Poren zu vermeiden)
Ölregulierende Pflegeroutinen für fettige Haut
Breitband-Sonnenschutzmittel (UV-Schäden vergrößern die Poren)
Retinol abends (sofern vertragen) zur Unterstützung der Kollagenregeneration
Die Anwendung von Rotlichttherapie nach der Reinigung – auf sauberer, trockener Haut – verbessert die Lichtdurchdringung.
Kontinuität ist wichtiger als Intensität. Übermäßige Beanspruchung beschleunigt die Ergebnisse nicht.
Rotlichttherapie ist besonders hilfreich bei:
Alternde Haut mit Kollagenverlust
Leichte, durch Akne bedingte Porenvergrößerung
Haut mit ersten Anzeichen von Erschlaffung
Personen, die nicht-invasive Optionen suchen
Es kann zwar keine fortgeschrittenen dermatologischen Verfahren wie fraktionierten Laser oder RF-Mikroneedling bei starker struktureller Porenerweiterung ersetzen – bietet aber eine sicherere Alternative mit geringer Ausfallzeit für eine schrittweise Verbesserung.
Rotlichttherapie ist:
Nicht-invasiv
Schmerzlos
Keine Erholungszeit erforderlich
Für die meisten Hauttypen geeignet
Im Gegensatz zu aggressiven Hauterneuerungsbehandlungen unterstützt es die Hautbarriere, anstatt sie zu stören.
Geräte, die mit klinisch untersuchten Wellenlängenbereichen und einer gleichmäßigen Bestrahlungsstärke entwickelt wurden, liefern die zuverlässigsten Ergebnisse.
Die Rotlichttherapie lässt Poren nicht auf magische Weise „löschen“.
Es verbessert – basierend auf zunehmenden wissenschaftlichen Erkenntnissen – die Kollagenbildung, reduziert Entzündungen und verfeinert das Hautbild. Mit der Zeit können diese biologischen Verbesserungen dazu führen, dass die Poren weniger sichtbar erscheinen und die Haut glatter und gesünder aussieht.
Für alle, die eine natürliche, schonende und wissenschaftlich fundierte Methode zur Verbesserung der allgemeinen Hautqualität suchen, ist die Rotlichttherapie eine überzeugende Ergänzung zu einer gut strukturierten Hautpflege-Routine.